Ideenwettbewerb 2022

Ideenwettbewerb 2022

Hier findet Ihr die 11 Projekte, die im Rahmen des diesährigen Ideenwettbewerbs durchgeführt werden. Die Teilnahme an allen Aktionen ist kostenfrei und erwünscht!

Die einzelnen Beiträge hier wandeln sich und wachsen im Laufe des Jahres je nach Fortschritt der Projekte. Also gerne immer mal wieder vorbeischauen!

Wenn Ihr Fragen habt, meldet Euch gerne bei uns: klima@kungerkiez.de!

 

Schattenfänger | Verborgene Tiere ins Rampenlicht

Das Projekt hinterfragt unsere Beziehung zu anderen Lebewesen, ihre Präsenz und unsere gegenseitige Abhängigkeit mithilfe von Schattentheater im öffentlichen Raum.

Tatsächlich leben wir meistens unseren Alltag unter Menschen und sind uns daher nicht immer bewusst, dass wir den öffentlichen Raum mit anderen Lebewesen teilen. Wir leben aber mit vielen wilden Tieren wie z.B. Vögeln, Mäusen, Bibern, Waschbären und Füchsen. Schattenfänger bietet die Chance, unsere Umgebung und die tierischen Bewohner im Kiez besser kennen zu lernen. Wir werden nach ihren Spuren suchen, erforschen wie sie leben und von ihnen lernen. Diese Begegnung wird uns dazu inspirieren, selbst Spuren und Abbilder in Form von Schablonen, Schattentheaterfiguren aus Papier, Videobildern und Ton zu erstellen, um die Tiere aus dem Schatten zu holen und ihnen einen sichtbareren Platz im „Rampenlicht“ des gemeinsamen öffentlichen Raums zu verschaffen. Das Schattentheater eignet sich besonders gut, um das kindliche Abenteuer, etwas Verborgenes, zu suchen und sichtbar zu machen und in eine magische Erzählung zu übersetzen.

ASP: Claire Fristot und Jan Willem Koelewijn

Klima Theater Werkstatt - Hitzefrei!

Mit theatertherapeutischen Methoden erkunden Kinder experimentell das Thema Klimaschutz, stellen Fragen und finden eigene Antworten.
Warum müssen wir die Erde schützen? Sie ist unser Zuhause. Sie ist das Zuhause aller Lebewesen... Und wo fangen wir an? HIER!

Erkenntnisse werden zu erlebbaren "AHA-Momenten", alltägliche Beobachtungen verwandeln sich in Bildergeschichten und junge Ideen mischen sich zu wegweisenden Wundermitteln. Mit ihrem Beitrag "Hitzefrei!" präsentieren die Kinder ihre Klima-Botschaften ihrem Lebensraum.

Unsere Themen sind: Was schadet der Umwelt? Welche Auswirkungen entstehen? Wie können wir die Erde schützen? Was können wir hier in unserem Kiez tun? Was können wir alleine und wozu brauchen wir Verstärkung?

Zu ihren Reflexionen, Gedanken und Botschaften experimentieren und entwickle die Kinder mit zwei Theaterpädagoginnen Standbilder, kleine Szene, Klimakiller-Maschinen oder Wortperformances, bauen Requisiten und Kostüme für ihre Installation als Aktion im öffentlichen Raum. Zum Abschluss der KlimaTheaterWerkstatt laden die Kinder Familie und Freunde und Vorbeischauende zu ihrer Präsentation im Kiez ein.

ASP: Ellena Hüther

Stadtnatur-Gieß-Mobile

Im ersten, heißen Corona- Sommer mussten viele Bäume notbewässert werden, da die städtische Bewässerung nicht gesichert war. Die vielfältigen Beschäftigungsversuche für die Kinder im Homeschooling kamen der Notlage zugute. Damals haben wir die Kinder am Schmollerplatz kurzerhand zu Baum-Gieß-Pat*innen gemacht, damit sie eine gemeinschaftliche Aufgabe hatten und etwas Sinnvolles tun konnten. Nun musste das Gießen aber noch für Kinder selbstständig handhabbar werden! Das Wasser konnte einfach von den grünen, öffentlichen Berliner Hand-/Hebelpumpen entnommen werden, die es im Kiez alle paar Strassen gibt. Jedoch war der Transport der nötigen 50 - 70l Wasser/Baum mit kleinen Eimern und Gießkannen für die Kinder wenig praktikabel. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, die Kinder waren danach selbst komplett nass und maximal ein Baum wurde gegossen. Auch war der Radius der zu gießenden Bäume um die Pumpe herum dadurch sehr begrenzt. So ging das nicht! Es brauchte ein Tankfahrzeug, das die Kinder selbst befüllen, fahren und bedienen konnten. Finanziert durch die Tombola des Schmollerplatz Sommerfestes, wurde ein einfacher Garten-Ziehwagen mit Kipp- Funktion angeschafft, den man unter die Pumpe rollen, befüllen und bewegen konnte. Man musste zwar vorsichtig fahren, um nicht zu viel zu verschütten, aber es hat ganz gut geklappt und deutlich
mehr Bäume konnten gegossen werden.

Diese Idee wollen wir weiterentwickeln! Verschiedene Fahrgefährte sollen entwickelt/gebaut und in der Praxis auf Benutzerfreundlichkeit, Robustheit und Attraktivität getestet werden. Etabliert sich deren Nutzung wie gewünscht, können die „SGM“ (Stadtnatur-Gieß-Mobile) nach den Prototypen vervielfältigt und zur Flotte ausgebaut werden. Eine Art Kinderfeuerwehr für Stadtnatur, die Dürre und Trockenheit bekämpft. Im Rahmen der Projektförderung sollen 3 Arten von SGM entwickelt werden:
1) Ein geschlossener Tank- Zieh- Wagen mit Schlauch und ggf. Pumpe
2) Ein Kinder-Last-Rad-Gießwagen mit integriertem Wassertank auf der hinteren Ladefläche, Gießschlauch und ggf. Pumpe/Ventil.
3) Ein Erwachsenen-Last-Rad-Gießwagen mit integriertem Wassertank auf der hinteren Ladefläche, Gießschlauch und Pumpe/Ventil. Dieser hat ggf. mehr Ladevolumen.


Alle 3 Gefährte sollen cool und auffällig sein, Identität stiften, auffallen, Spass machen und zeigen, dass man mit relativ einfachen Mitteln etwas für den Öffentlichen Raum machen kann. Und neben dem Spaß, wird auch die Gießleistung und Reichweite erheblich erhöht.

ASP: Jonas Togler

Recycling Material

In diesem Sommer werden wir eine Reihe von Workshops und eine Ausstellung erarbeiten, bei denen das Thema "Das Klima und die Wiederverwendung von Material aus der
Nachbarschaft" im Fokus stehen.

Die drei geplante Workshops und eine Ausstellung
1. Experiment mit Bio Plastik - Material Workshop für Erwachsene
Sa. 2. Juli 2022, 11:00-16:00h, Teilnehmer*innen: 8-12 Personen
Leitung: Elisabed Zautashvili (Innenarchitektin/Ausstellungsgestalterin) und Thijs Vleeschouwer (Designer)

Kurzbeschreibung:
Die Idee diese Workshop ist, das Material Plastik aus ökologisch abbaubare Komponenten zu schaffen. In diesem Workshop mit einfache Methoden aus Milch eine
Masse geschaffen, womit die Teilnehmen beliebige kleine Accessories formen können und mit natürliche Pigmenten färben können. Nach 1-2 Tagen ihre Kreationen
getrocknet und geschliffen mitnehmen. Diese Material-Workshop gibt die Menschen das Grundkenntnisse dafür, diese nachhaltige Material mit einfachen Methoden zu Hause weiter zu machen.

2. Plastikabfall Monster - Upcycling Workshop für Kinder und Jugendliche
Sa. 9. Juli 2022, 11:00-16:00h, Teilnehmer*innen: 8—12 Personen
Leitung: Studio Childish (www.childish.studio), Elisabed Zautashvili (Innenarchitektin/Ausstellungsgestalterin) und Thijs Vleeschouwer (Designer)

Kurzbeschreibung:
Aus alt mach neu! Der Gedanke der Nachhaltigkeit bestimmt diesen Workshop, in dem aus Müll oder scheinbar nutzlosen Dingen neue Kreationen entstehen. Upcycling ist
nicht nur eine Form des Recyclings, sondern der Aufwertung. Während der Wert des Ausgangsmaterials beim Recycling tendenziell an Wert verliert, gewinnt es beim Upcycling an Wert, indem es etwas Neues schafft – sei es als Gebrauchsgegenstand oder als reines und spielerische Kunstwerk. Im Wirbel des Alltags wissen wir gar nicht, welche Möglichkeiten in ausgedienten Feuerwehrschläuchen, Stoffresten, zerbrochenen Gläsern oder diversen als „Müll“ deklarierten Materialien stecken. Wenn wir unseren Ideen freien Lauf lassen, sind
unserer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Bei uns fließt alles ins Upcycling und nimmt eine neue Form als lustige auch künstlerische Maske an, die für eine tolle
Party/Karneval verwendet werden könnte. Außerdem werden wir geschaffene Masken abfotografieren, die am Ende unserer Workshopserie eine Ausstellung realisiert, damit mehr Menschen aufmerksam auf die Umnutzung von dem Abfall machen.

3. Kiezzeitung, Ausgabe Nr. 001: Das Kiez-Klima - Selbst-Publizieren-Workshop
Sa. 16 und 23. Juli 2022, jeweils 11:00-16:00h, Teilnehmer*innen: 8-12 Personen
Leitung: Dan Dorocic (www.onoff.cc) und Irvandy Syafruddin (Artdirektor/Grafikdesigner)

Kurzbeschreibung:
Als Dokumentation und Projektbericht für die beide geplante Workshops werden wir eine selbst-produzierte Kiezzeitung, eine 24-seitige Publikation, in dem unsere
Erfahrungen vor, während und nach den Workshops mit Texten geschrieben werden. Meinungen, Probleme und Lösungen werden zusammengefasst, die Geschichte und die
Akteure werden im Bilder und Illustrationen dokumentiert. Diese Zeitung werden wir gemeinsam mit Kiez Einwohnern, Designern, Schreiber, Illustratoren und Fotografen
kollaborativ im Haus produziert und mit unserem Riso-Drucker gedruckt und gebunden. Wir planen c.a. 100 Exemplare zu produzieren und am Ende an die Teilnehmer*innen
des Workshops, an die Unterstützer und vor allem an die Kiez-Organisationen und die Zentren der kulturelle Bildung in Alt-Treptow verteilen.

ASP: Irvandy Syafruddin

Artenvielfalt erleben

Geplant ist im Hort der Bouchéschule das Thema "Artenvielfalt in der Natur" zu fokusieren.

Der Hort verfügt aktuell über eine kleine Schmetterlingswiese, die mit verschiedenen
Anschaffungen erweitert werden soll. Dazu zählen Insektenhotels, Nistkästen, Futterstellen, Erweiterung der bestehenden Wiese durch weitere insektenfreundliche Pflanzen und Kräuter.
Zudem soll eine Infotafel aufgestellt werden, die über das berichtet, was gerade im Garten passiert. So sollen in kleinen Projektgruppen z.B. Vögel bestimmt und gezählt,
Kräuter gesäht und geerntet oder Eichhörnchen gefüttert und beobachtet werden.

Die Ergebnisse werden für alle Kinder auf der Infotafel präsentiert.

ASP: Katrin Seemann

Skulptur

In Zusammenarbeit mit den Kindern/Bürgern/der Fahrradwerkstatt/den BastlerInnen des Fahrradladens/Neue Republik Reger und/oder weiteren Interessierten wird eine eine kinetische Skulptur (Windrad) geschaffen. Die Materialien werden gesammelt und recycelt. Das Rad als Material ist dabei besonders wichtig. Es steht  für die ökologische Bewegung der Gemeinschaft in unserem Kiez.

Die Energie, die die Skulptur durch Wind erzeugt, soll von den Bürgern/ dem Demonstrationsgarten genutzt werden können z.B. durch Erwärmung des gefrorenen Gießwassers im Winter, kleiner Beleuchtung o.ä.

Die Umsetzung der Skulptur richtet sich nach der Planung des Gartens und nach den technischen Möglichkeiten. Es können verschiedenste gestalterische Umsetzungen miteinander vereint werden, wichtig dabei ist jedoch, das ein harmonisches Gesamtbild erzeugt wird. Die Form der Skulptur fügt sich in den Platz ein, z.B. mit einer baumähnliche Form. Die Skulptur könnte auch durch ein eingebautes Fahrrad zusätzlich angetrieben werden.

ASP: Lena Moritzen

 

Baumscheibe

Wir werden eine Baumscheibe so gestalten, dass andere sich ein Beispiel nehmen wollen und auch eine Baumscheibe einrichten. Angestrebt ist eine Kooperation mit dem Kuhfuß!

ASP: Lotte, Bennet, Caspar

Besser als neu - der geht doch noch!

Menschen im Kungerkiez können in einer offenen Werkstatt alte digitale Geräte wie Laptops und Smartphones upcyclen oder nachhaltig entsorgen. Dafür werden die Geräte mit freien Betriebssystemen (Linux/Lineage) ausgestattet. In Lernwerkstätten werden die Nutzer*innen in der Nutzung freier Software geschult.

  • Upcycling digitaler Geräte, Vermeidung von Elektromüll
  • Menschen im Kiez können Kompetenzen im Umgang mit freier Software erlangen, um sich in der digitalen Welt zu emanzipieren
  • im Idealfall macht das Projekt digitale Geräte frei verfügbar, die dann an Bildungs- und Kultureinrichtungen im Kiez eingesetzt werden können

ASP: Marten Seedorf

Gladiatorenspiele in der Klima-Arena

Der Gladiatorenspiele fanden auf dem Forum (Marktplatz) statt. Dem Beispiel folgend sollen an einem zentralen Ort (wünschenswert: Fußballplatz im Kuhfuss), Spiele im Beisein des Publikums ausgetragen werden. Gegeneinander antreten können u.a.
Kohle gegen Solarzelle
Elektro gegen Benziner
Fahrrad gegen Auto
Beton gegen Holz
Natur gegen Asphalt
Plastik gegen Recycling
Einweg gegen Mehrweg
Müll gegen Wiederverwendung
Weniger gegen Mehr
Stillstand gegen Bewegung
Jung gegen Alt


Die Zuschauer:innen sollen aber nicht nur bei dem Spektakel unterhalten werden, sie spielen auch eine wichtige Rolle und werden von dem:der Gladiatorenmeister:in aktiv eingebunden: Wetten werden entgegengenommen und die Gladiator:innen werden mit Plakaten und Argumenten angefeuert und Schlachtrufen unterstützt. Bevor das Spektakel beginnt müssen die Spiele vorbereitet werden. Am Vormittag werden von den Gladiator:innen und ihren Unterstützer:innen die Ausrüstung (Kostüme) gebastelt und gebaut. Wenn die Ausrüstungen fertig gestellt sind, beginnt das Nachmittagsprogramm mit dem Einmarsch der Gladiator:innen in die Arena. Sie werden dem Publikum präsentiert und ihre
Ausrüstungen mit ihren Vorzügen vorgestellt. Dann treten immer zwei Gladiator:innen gegeneinander an, sie sind genauen Regeln unterworfen, zwei Schiedsrichter:innen beobachten das Spektakel, leiten Pausen ein, wenn die Spieler zu erschöpft sind. Das Spiel endet, wenn die:der Unterlegene geschlagen wird (die Ausrüstung nicht mehr schützt), aufgibt oder vom Publikum begnadigt wird. Mut und Tapferkeit haben alle Gladiator:innen bewiesen und verdienen daher am Ende der Spiele die größte Anerkennung des Publikums.

Teilnehmen am Workshop und den Gladiatorenspiele können alle Bewohner:innen des Kiezes. Eltern mit ihren Kindern, Kindern und junge Menschen auch ohne Begleitung oder Erwachsene jeden Alters. Teamarbeit ist ausdrücklich erwünscht.

ASP: Sarah Weckert

1243-5 MinutenKiezNews

In kurzen Audiobeiträgen werden die Aktionen und Projekte des Ideenwettbewerbs 2022 skizziert. Im Anschluss stehen diese als digitale Dokumentation zu den nachbarschaftlichen Nachhaltigkeitsinitiativen aus dem Jahr 2022 zur Verfügung.

ASP: Udo Berndt

Hochbeet im JuKuZ-Garten

In Workshops können Jugendliche gemeinsam mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen bestehende Hochbeete reparieren und neue anlegen. Für die Bepflanzung und Pflege sind Patenschaften angedacht.

Die Jugendlichen werden hierdurch in den Bereichen Natur und Nachhaltigkeit sensibilisiert. Während des Projekts wird es möglich sein, den Entstehungsprozess von Gemüse/Früchten vom Kern auf zu beobachten und hierfür die Grundlage in Form von Beeten zu schaffen. Ein weiteres Ziel ist es, eine Brücke zwischen den verschiedenen Lebenswelten zu bauen. Konkret soll den Kindern und Jugendlichen angeboten werden, Erfahrungen aus eher ländlichen Kontexten zu sammeln, zu welchen sie in ihrem urbanen Umgebung meist keinen Zugang haben.

ASP: Valentin

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